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April
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Archiv - März 2007
Hier lesen Sie alle Einträge vom März...
27. März 2007
Nach einigen schwächeren Ausgaben hat die Art mit der April-Ausgabe wieder einen starken Titel auf den Markt gebracht. Lesenswert vor allem die Titelgeschichte zu Banksy, dem ersten Superstar im Kunst-Underground ohne kommerzielle Interessen. Will an dieser Stelle aber nicht den gesamten Artikel herunterbeten. Um Banksy geht es auch gar nicht, obwohl ich davon überzeugt bin, dass seine Spray-Bilder und seine Persiflagen-Gemälde in naher Zukunft unbezahlbar werden. Teuer sind sie jetzt schon. Die Art widmet sich dem aktuellen Kunstmarkt (gut!), schmeißt aber auch mit ein paar fragwürdigen Zahlen um sich, die von den Redakteuren nicht kommentiert werden. Beispielsweise, dass 3 von 4 versteigerten Kunstobjekten im Jahr 2005 Gemälde waren. Keine Überraschung. Verwunderlich aber, dass der Anteil der Grafiken die 5-Prozent-Hürde nicht geschafft hat. Mag wohl daran liegen, dass sich die zitierte Erhebung auf große, internationale Auktionshäuser beschränkt hat. Die verhökern in der Regel grafische Arbeiten nur dann, wenn diese mit Chagall, Picasso der Warhol signiert sind. Tatsächlich aber dürften die Low-Price-Objekte am nationalen und internationalen Kunstmarkt einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen. Siehe ebay, wo der Grafik-Markt prächtig floriert. Überhaupt scheinen solche Statistiken das Internet noch nicht entdeckt zu haben. Kann sein, dass die "Sahnestücke" auf Messen und in Auktionen den Besitzer wechseln. Aber die große Masse der Brot und Butter-Kunst wird eben doch über Galerien und Web-Shops verkauft. Wie dem auch sei: Brav und wie immer politisch korrekt warnt die Art vor blinden Investitionskäufen, stellt den Kunstfonds der Art Estate AG an den Pranger (entspricht dem allgemeinen Konsens) und nennt mahnend ein paar Beispiele zu Fehlspekulationen, um auch dem Dümmsten klar zu machen, dass die Kunstpreise nicht per Naturgesetz gen Himmel wachsen. So werden beispielsweise Arbeiten von Penck, Julian Schnabel oder Richard Artschwager nun preiswerter gehandelt als noch vor zehn Jahren. Blöd auch, wer sich als Alterssicherung jüngst einen Renoir angeschafft hat. Die Taxen für seine Gemälde sind im Sinkflug - warum auch immer. Trotzdem hätte ich mir bei der Art den Mut gewünscht, den die Monopol in ihrer aktuellen Ausgabe bewiesen hat. Die kritisieren nicht nur einen Großteil der aktuell gehypten, chinesischen Foto-Kunst in Grund und Boden, sondern prognostizieren den potenten Käufern dieser Bilder ein böses Erwachen. Nicht weil die Arbeiten an Wert verlieren werden, sondern weil sie nie einen hatten.
21. März 2007
16. März 2007
Ist wirklich erstaunlich, wie viele
Kunstverkäufer bei ebay als "private" Anbieter unterwegs sind und
regelmäßig 10, 20 oder mehr Grafiken, Aquarelle und Gemälde bekannter
Künstler oder aus eigener Herstellung parallel verticken. Der Vorteil für
die Jungs: Sie versteuern die Gewinne nicht (kassieren also brutto für
netto) und schließen ganz nonchalant die Gewährleistung aus.
Beispielsweise wird kein Rückgabe-Recht eingeräumt.
Bislang waren meine Sympathien für den
Fiskus eher im einstelligen Bereich. Dass die Finanzämter nun aber
verstärkt ein Auge auf die verdeckt kommerziellen Anbieter bei ebay haben,
ist völlig in Ordnung und definitiv im Sinne der Käufer. Die Steuerfahnder
haben es vor allem auf Händler abgesehen, die viele Bewertungen einheimsen
und fragen dann bei ebay die Adressen ab. Danach könnte es böse Briefe
geben. Und in Zukunft werden davon noch mehr verschickt. Denn seitdem ebay
nicht mehr in der Schweiz, sondern in Luxemburg sitzt, ist der Datenflow
vom Auktionshaus zu den Behörden wesentlich einfacher. Luxemburg ist in
der EU.
9. März 2007 Eigentlich sollte es nur ein kleiner Eintrag werden, die Sache mit dem Picasso-Beschiss. Allerdings ist die Tragweite wesentlich höher. Es mehren sich die Anzeichen, dass es sich hierbei um vorsätzlichen Betrug im fünfstelligen Euro-Bereich handelt. Vor den Augen der ebay-Hüter. Schwach! Und definitiv Grund genug, den Flop des Monats zu aktualisieren.
7. März 2007
6. März 2007
Können Sie sich an
Picassos Dora Maar mit Katze erinnern, das im Mai 2006 für mehr als 95
US-Dollar verhökert wurde? Picasso hat das Motiv mehrfach variiert. Eines
dieser Gemälde hängt in München in der Pinakothek der Moderne - auch
darüber hatte ich schon berichtet. Eine
weitere Dora Maar Variation wurde jetzt bei ebay versteigert. Für
schlappe 38 100 US-Dollar (rund 29 00 Euro). Zu niedrig der Preis? Könnte
man meinen, zumal der Verkäufer aus Deutschland dankenswerterweise anfügt,
dass ein renommiertes Auktionshaus den Wert auf rund 2 Millionen Euro
taxiert habe. Warum der gute Mann dann das Teil trotzdem bei ebay
einstellt und auf diese Weise lässig auf rund 1,97 Mio US-Dollar Einnahmen
verzichtet, ist die deine Geschichte. Seine doch sehr seltsame
Beschreibung eine andere.
Witzig auch, dass der Verkäufer eine
Selbstabholung gar nicht anbietet - was bei einem "echten" Gemälde dieser
Klasse zwingend wäre, sondern einen Kurier zum glücklichen Gewinner
schicken will.
1. März 2007
Seien Sie doch ehrlich: Auch für Sie war es
das Glamour-Event des Jahres: mein Spitzen-Gewinnspiel. Jedenfalls spricht
die unfassbar große Resonanz Bände.
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