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Tipp des Monats - Februar
Was mir gefällt, finden Sie vielleicht grauenhaft. Vielleicht aber auch nicht.
Auf dieser Webseite finden Sie regelmäßig Bilder, die ich mir gekauft habe
oder kaufen würde,
wenn ich das Geld und noch Platz an den Wänden hätte.

Sabine Minten - Experimente im Neonlicht
Vielseitig ist sie, selbstbewusst und
stilsicher (und ziemlich attraktiv): Sabine Minten, 46, Künstlerin aus Bonn.
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Rotwild
1 - 2006, Acryl auf Leinwand, 120x140 cm
Minten selbst spielt diesen Ball etwas
flacher. Sie sieht sich noch immer in einer Experimentierphase - besonders
bei den abstrakten Gemälden. "(...) Man stößt auf Welten mit einer ganz
anderen Ästhetik, und das bringt meine Synapsen zum Vibrieren. Allerdings
gibt es da noch viel mehr einzutauchen und auszuloten."
Schon früh setzte Joanna Jesse ihr Gefühl für Form und Farben in zahlreichen
Skizzen, Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen um.
Nach Abschluß der Kunstoberschule in Posen arbeitete sie zunächst als
Grafik-Designerin, u.a. in Projekten zur Innengestaltung öffentlicher, zum
Teil kunsthistorischer Gebäude. Nach ihrem Umzug nach Deutschland schaffte
sie sich zunächst mit der Ausbildung zur Zahntechnikerin ein weiteres
berufliches Standbein, ehe sie sich der professionellen Ölmalerei zuwandte.
Oft fließt die im Beruf erworbene Formensprache heute in ihre Gemälde ein,
wobei die Kunst ihr die Freiheit ungehemmter Kreativität und Interpretation
lässt.Die Arbeiten zeigen oft Alltagsszenen in besonderer Auseinandersetzung
mit Raum, Perspektive und Licht. Oft mit Konzentration auf Details, die das
Auge zunächst anziehen, dann aber auf Stimmung und Atmosphäre der
Motivumgebung neugierig machen. Andere, monochrom umgesetzte Motive sind ein
weiterer Schwerpunkt des Schaffens. Diese Bilder basieren oder erinnern an
Fotografien mit minimaler Tiefenschärfe.
Joanna Jesse lebt und arbeitet in Bergisch-Gladbach, ihre Arbeiten befinden
sich in privatem Besitz im In – und Ausland.

Taucher, 2006, Acryl auf Leinwand,
88x118 cm
Camouflage 3 (Tokyo Sub) - 2006, Acryl auf
Leinwand, 88x118 cm
Diese ironische Auseinandersetzung mit Kitsch
und Konsum in Bonbon-Farben erinnert an Pop-Art (einfach klasse!), die
meisten anderen Motive sind aber ernst und stehen für Milieu-Beschreibungen.
Herzstück ihres Werkes bilden zweifelsohne die Tokio-Motive.
Dazu Sabine Minten: "Der Ansatz zu den
Tokio-Motiven ist entstanden durch einen Kurs für Bildfindung und
gegenständliche Malerei meines berufsbegleitenden Malereistudiums.
Ausgangspunkt waren Fotos aus Zeitungen, Internet, eigene Urlaube etc.. Ich
habe das in diesem Kurs begonnene dann eigenständig in der Tokio-Motivreihe
fortgeführt. Anfänglich ging es um die malerische Umsetzung einer
Lichtsituation. Fasziniert hat mich dann diese fast anorganische Stimmung,
die durch künstliches Licht entsteht und die auch wiederum Spiegel einer
Befindlichkeit ist - also einen eigenen Raum mit einer eigenen
psychologischen Bedeutung entstehen lässt."
Tokio ist ein Platzhalter. Denn
ihre Alltagssituationen spielen sich auch in München, Köln oder
Berlin ab. Indem sie ihre Protagonisten in kühle Neon-Farben taucht,
macht sie das Unbehagen greifbar, das unmittelbar den Betrachter
erfasst. Erinnert zuweilen an Hopper (den Sabine Minten auch zu ihren
"Vorbildern" zählt), lässt aber im Gegensatz zum
amerikanischen Altmeister jegliche Sentimentalität vermissen. Minten
beobachtet und dokumentiert, um Gefälligkeit geht es ihr nicht. Gut so. Das
hebt ihre Arbeiten wohltuend von der breiten Masse gegenständlicher Malerei
ab und macht neugierig auf ihre kommenden Experimente!
Preise: Sabine Minten verkauft die
Bilder (noch) in Eigenregie. Das hält die Preis recht niedrig. Für die
mittelformatigen, abstrakten Gemälde zahlen Sie je nach Größe ein paar
Hundert Euro. Zwischen 1000 und 2000 Euro kosten die großformatigen,
gegenständlichen Bilder. Alternativ können Sie limitierte Fineart-Prints
einiger Motive erwerben. Das ist deutlich günstiger - Preise erfragen Sie
dazu am besten direkt bei der Künstlerin.
Homepage Sabine Minten

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