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Flop des Monats - Mai 2007
Über Kunst kann man sicherlich streiten. Nicht
aber über Geschmacksverirrungen. Oder doch? Freuen Sie sich hier regelmäßig
über Kitsch, skurrilen Mist, dreiste Kopien und sonstigen Kram, der
irrtümlich als "Kunstobjekt" angeboten wird.

"rent an artist"
Ja, ja, das wissen wir, und wenn Sie selber
Künstler sind, können Sie vielleicht ein Lied davon singen: Talent und
Kreativität sind im Überfluss vorhanden, aber die Kohle kommt nicht rein,
weil sich die Bilder eben nicht verkaufen. Ein internationales Problem.
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Adotta un artista a distanza
Italienische Künstler versuchen die Flaute nun über eine ungewöhnliche
Idee zu überbrücken. Im Internet suchen mehr als 30 (erwachsene) Maler und
Fotografen neue "Adoptiveltern". Kein Witz! Das kostest den Mäzen 11 Euro
am Tag, 330 Euro im Monat, knapp 4000 Euro im Jahr. Und was bekommen die
Sponsoren dafür? Ein Update zum künstlerischen Schaffen, also ein paar
Mails oder ähnliches mit Bemerkungen zu anstehenden Projekten und so. Ein
Treffen mit dem großzügigen "Godfather" findet nur statt, wenn es der
Künstler ausdrücklich wünscht. Bisschen einseitig das Ganze? Nicht nur
das.
Das Prinzip der Patenschaften hat einen ernsten Hintergrund, den die
Künstler (darunter auch durchaus Prominente) leichtfertig und der
Originalität wegen missbrauchen. Für 30 Euro pro Monat können Sie
beispielsweise bei
Worldvision die Patenschaft für ein Kind in Afrika oder Südostasien
übernehmen. Damit stützen Sie nicht die Kunst, finanzieren keine neue
Leica-Kamera oder teure Ölfarben, sondern bringen einen kleinen Beitrag
für sauberes Trinkwasser, Medikamente und halbwegs akzeptable
Bildungschancen. Und ein "Update" zum Leben und zum Alltag des Kindes
bekommen Sie sowieso.
Ein deutlich bessere Investition - finde ich.

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