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April
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Flop des Monats - Januar 2007
Über Kunst kann man sicherlich streiten. Nicht
aber über Geschmacksverirrungen. Oder doch? Freuen Sie sich hier regelmäßig
über Kitsch, skurrilen Mist, dreiste Kopien und sonstigen Kram, der
irrtümlich als "Kunstobjekt" angeboten wird. Kriztel-Kunst
Ich bin nicht konservativ. So was habe ich
bislang eher der
Art unterstellt. Aber was das (informative) Kunst-Magazin da in der
Januar-Ausgabe auf den Titel gehoben hat, korrigiert alle Vorurteile.
Unter der Bezeichnung "Kritzelkunst - Schnellzeichner erobern die
Galerien" werden ein deutscher, ein rumänischer und ein schottischer
Künstler vorgestellt, die sich (unter anderem) Strichbildern und
Wandkritzeleien widmen. Das ist ihr gutes Recht und würde mir
normalerweise höchstens ein wohlwollendes "Pff" entlocken. Zumal die drei
fernab der Strichbilder hervorragende und einfallsreiche Arbeiten
abgeliefert haben, allen voran David Shrigley.
Aber der beweihräuchernde Text der
Art dazu ist dann doch zuviel des Guten: "Sie kritzeln Strichmännchen auf Kaffeetassen, schmieren Beschimpfungen an die Innenwände von Ausstellungsräumen und krakeln Bösartigkeiten über Siegfried und Roy auf billige Zettel. Nichts, so scheint es, ist vor den anarchischen Zeichnern sicher. Mit derangierten Filzstift-Gestalten und respektlosen Texten erobern Dan Perjovschi, David Shrigley und Markus Vater den Kunstmarkt. Doch hinter den flapsigen Gesten stecken poetische Gedanken, philosophische Fragen und politische Statements".
Markus Vater: "Wolke", 2004 Unbekannter Künstler "Hotzenhirsch", 2006
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