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Flop des Monats
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Tipp des Monats - November
Was mir gefällt, finden Sie vielleicht grauenhaft. Vielleicht aber auch nicht. November: Erhard Stöbe - Zartbittermalerei Bei Stöbes Bildern sollten Sie zweimal hinschauen. Dann vergeht Ihnen das Grinsen. So ging es mir jedenfalls. Viele der figurativen Gemälde auf seiner Homepage "schmecken" zunächst zuckersüß, einige wirken fast niedlich. Mal in leuchtenden Pastelltönen wie bei einer Erdbeertorte, mal in den satten Grundfarben wie beim Blick in eine Gummibärentüte vermittelt er seine Alltagsszenerien und mythologischen Geschichten. So ködert Stöbe den Betrachter. Der etwas bittere Nachgeschmack kommt dann unvermittelt und automatisch, wenn man in die Motive eintaucht und sich auf die Details einlässt.
Melancholisch, bisweilen zynisch bebildert
Stöbe die Alltagswelt abseits der ausgetretenen Kunst-Pisten: Autos, die von
Brücken fliegen, Weinberge im Schnee, alternde Mickey Mäuse, leere
Kino-Ränge vor leerer Leinwand. Und Gewalt - offen und versteckt. Stöbes
Bilder provozieren leise, allerdings ohne pädagogische Intention. Er legt es
nicht auf farbige Mahnmale an. Die Deutung ist Aufgabe des Betrachters. Vor
allem bei den zahlreichen mythologischen Gemälden keine leichte Angelegenheit.
Deutlich wird der künstlerische Weg aus seiner
Biographie. Stöbe begann mit figurativer Malerei (zeitweise Pop-Art),
änderte dann während seines 10jährigen Lehrauftrags an der Hochschule für
Angewandte Kunst in Österreich Stil und Vorlieben. Er widmet sich der
abstrakten Malerei, was Mitte der 80er in einer "Reduktion der Farbpalette
auf 4 Farben
"Stadtautobahn, aus dem Zyklus "Peripherie",
Club Mer, 2003, 150x150, Öl/Lwd
Preise: Stöbe ist nicht nur als
Künstler ein "alter Hase", sondern auch ein erfahrener Fachmann und
Kunstpädagoge. Von 1988 bis 2003 hat er als Chef der Restaurierabteilung an
der Österreichischen Galerie Belvedere gearbeitet. Nicht die schlechteste Adresse.
Während seiner fast 40jährigen Maltätigkeit hat er zahlreiche Ausstellungen
in Österreich und Europa gehabt. Seine großformatigen Ölgemälde kosten
zwischen 2000 und 4500 Euro.
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