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Flop des Monats
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Tipp des Monats - August
Was mir gefällt, finden Sie vielleicht grauenhaft. Vielleicht aber auch nicht. August: Klaus Böttger - Radierungen
◄ Böttger, "Striptease", 1967, 37 x 30 cm (215 Euro)
Dass ihm der ganz große Durchbruch in Deutschland nicht gelang (nicht einmal der Brockhaus führt ihn in seiner umfassenden Kunstenzyklopädie), liegt wohl am geringen Stellenwert der Auflagenkunst im Allgemeinen.
In punkto Virtuosität ist sein Werk über jeden Zweifel erhaben. Wie kein anderer portraitierte Böttger die Frauen seines Lebens. Frivol, zuweilen weich und zart, meist aber direkt und schonungslos. Nicht das Motiv ist ästhetisch, sondern das Bild.
Böttger arbeitete weitgehend zyklisch. Zu
seinen bekanntesten Arbeiten zählen die (gefälligeren) Portraits klassischer
Komponisten und internationaler Literaten. Zu seinem Markenzeichen aber sind
die erotischen Darstellungen geworden.
"Monikas Portrait", 1992, 19 x 15cm ►
Wenn ich hin und wieder bei ebay in der
Kategorie "Kunst" auf "erotische Zeichnungen" stoße, wünsche ich mir, diese
"Künstler" würden vor der nächsten Arbeit ein paar Tage oder Wochen das Werk
von Böttger studieren. Der hätte sich nicht damit begnügt, einen runden
Hintern und ein paar dralle Brüste im Profil zu zeichnen und das als
"erotisches Kunstwerk" anzupreisen. Kunst war für Böttger der Blick durch
die Lupe, nicht durch den Weichzeichner.
"Der Automatenbauer träumt seine
Muse",
"Torso", 1974, 27 x 25 cm
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