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Flop des Monats - November 2006
Über Kunst kann man sicherlich streiten. Nicht
aber über Geschmacksverirrungen. Oder doch? Freuen Sie sich hier regelmäßig
über Kitsch, skurrilen Mist, dreiste Kopien und sonstigen Kram, der
irrtümlich als "Kunstobjekt" angeboten wird. Gammelfleisch (im Wert von knapp 8 Millionen Euro)
Was nun, Mr. Hirst? Diese Frage hat sich
wohl Sammler Steven Cohen gestellt, der vor etwa einem Jahr
Damien Hirsts "The
physical impossibility of death in the mind of someone living" gekauft
hat - einen rund vier Meter langen (toten) Hai, der in einer Art Aquarium
"schwebt". Nicht schön, aber teuer. Acht Millionen US-Dollar hat der "oide
Fisch" gekostet. Allerdings ging es mit dem dicken Meeresbewohner in den
letzten Monaten rapide bergab. Zwar war der Fisch in Formaldehyd
eingelegt, allerdings nicht von innen fachgerecht konserviert. Der Hai
faulte. Das Wasser wurde trübe. Der Sammler bat um einen neuen Fisch.
Stellen sich viele Fragen: Handelt es sich
immer noch um das gleiche Kunstwerk? Warum kassiert Hirst für einen toten
Fisch 'zig Millionen, wenn er nicht einmal in der Lage ist, das Vieh
entsprechend zu konservieren? Tipps hätte er doch von jedem Hobby-Angler
bekommen können. Muss Hirst seine Werke künftig mit einem
Mindesthaltbarkeitsdatum versehen? Und: Sinkt der Preis dann für seine
Werke kurz vor Ablauf des Verfallsdatums, wie wir es bei Hähnchenschlegeln
aus dem Plus-Markt kennen? Hirst ist das vermutlich ziemlich egal. Er
freut sich über die Schlagzeilen und die anhaltend hohe Popularität.
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