Kunst im Internet kaufen  



Home
Tipp des Monats

Flop des Monats

Flops 2006

        > Dezember
        >
November

        > Oktober

      > September

        > August

        > Juli

        > Juni

        > Mai

        > April

        > März

      > Februar

 

Archiv
Nützliche Links


Über mich
Impressum


 






 

 

Flop des Monats - November 2006

Über Kunst kann man sicherlich streiten. Nicht aber über Geschmacksverirrungen. Oder doch? Freuen Sie sich hier regelmäßig über Kitsch, skurrilen Mist, dreiste Kopien und sonstigen Kram, der irrtümlich als "Kunstobjekt" angeboten wird.

Gammelfleisch (im Wert von knapp 8 Millionen Euro)

Was nun, Mr. Hirst? Diese Frage hat sich wohl Sammler Steven Cohen gestellt, der vor etwa einem Jahr Damien Hirsts "The physical impossibility of death in the mind of someone living" gekauft hat - einen rund vier Meter langen (toten) Hai, der in einer Art Aquarium "schwebt". Nicht schön, aber teuer. Acht Millionen US-Dollar hat der "oide Fisch" gekostet. Allerdings ging es mit dem dicken Meeresbewohner in den letzten Monaten rapide bergab. Zwar war der Fisch in Formaldehyd eingelegt, allerdings nicht von innen fachgerecht konserviert. Der Hai faulte. Das Wasser wurde trübe. Der Sammler bat um einen neuen Fisch.
 

Hirst-Hai: "The physical impossibility of death in the mind  of someone living"

Hirst-Hai: "The physical impossibility of death in the mind  of someone living" - Erste Version
© Damien Hirst, Courtesy: Gagosian Gallery; Quelle: Zeit


Nun hätte Hirst behaupten können, der Verrottungsprozess sei integrativer Bestandteil seiner Kunst. Hat er aber nicht. Man ließ darauf hin wieder einen Hai vor Australiens Küste fangen, und dieses Mal wurde auch Formaldehyd in großen Mengen in den Fisch gespritzt. Gezahlt hat den ganzen Spaß Herr Cohen.

Stellen sich viele Fragen: Handelt es sich immer noch um das gleiche Kunstwerk? Warum kassiert Hirst für einen toten Fisch 'zig Millionen, wenn er nicht einmal in der Lage ist, das Vieh entsprechend zu konservieren? Tipps hätte er doch von jedem Hobby-Angler bekommen können. Muss Hirst seine Werke künftig mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen? Und: Sinkt der Preis dann für seine Werke kurz vor Ablauf des Verfallsdatums, wie wir es bei Hähnchenschlegeln aus dem Plus-Markt kennen? Hirst ist das vermutlich ziemlich egal. Er freut sich über die Schlagzeilen und die anhaltend hohe Popularität.
 

Schaf von Damien Hirst in Formaldehyd - 1994   Schaf von Damien Hirst in Formaldehyd, 1994

Seine Karriere begann übrigens mit einem Schaf, das in Formaldehyd eingelegt war. Einige Kunstexperten wollen aus sicherer Quelle wissen, dass auch dieses Schaf mittlerweile verfallsbedingt ausgetauscht und als Kebab-Substanz exportiert wurde...





Dezember    November     Oktober      September     August      Juli 

Juni
              Mai                 April            März               Februar     Home

Stichworte